Boltenhäger Kämmerin wegen Betruges angezeigt

Boltenhagen (ddp-nrd). Die Kämmerin der Gemeinde Boltenhagen (Nordwestmecklenburg) und ihr Ehemann sollen bei der Einstellung neuer Gemeindemitarbeiter unberechtigterweise Vermittlungsgutscheine abgerechnet haben. Die Betrügereien seien vom Bürgermeister von Boltenhagen angezeigt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Schwerin am Freitag mit. Zur Sicherstellung von Beweisen seien Wohn- und Geschäftsräume des Ehepaares durchsucht worden.

Die Beschuldigte soll in ihrer Funktion als stellvertretende Bürgermeisterin zwei Stellen als Verkehrsüberwacher der Gemeinde Boltenhagen besetzt haben. Bei einem Einstellungsgespräch habe sie der Frau nahegelegt, sich nachträglich einen Vermittlungsgutschein von der Arge zu besorgen und bei einer Personal-Service-Agentur abzugeben, die von ihrem Mann geleitet wird.

In einem zweiten Fall soll der Ehemann nachträglich einen bereits eingestellten Gemeindemitarbeiter aufgefordert haben, einen Vermittlungsgutschein abzurechnen. In beiden Fällen habe eine Vermittlung durch die Serviceagentur gar nicht stattgefunden, lautet der Vorwurf. Der Schaden beträgt insgesamt 2000 Euro. Es liefen Ermittlungen zu möglichen weiteren Fällen, sagte der Staatsanwalt.

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Donnerstag, 09. September 2010

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