Ex-Juso-Landeschef muss wegen Verunglimpfung der BRD-Fahne zahlen (Mit Bild)
Rostock (ddp-nrd). Wegen Verunglimpfung der BRD-Fahne muss der ehemalige Juso-Landeschef von Mecklenburg-Vorpommern, Robert Hagen, laut Gerichtsbeschluss 200 Euro Strafgeld an einen gemeinnützigen Verein zahlen. Der 23-Jährige hatte am Donnerstag vor dem Rostocker Amtsgericht den Vorwurf eingeräumt, im Internet ein Bild von einer im Toilettenbecken versenkten schwarz-rot-goldenen Flagge veröffentlicht zu haben.
Damit habe er aber lediglich ein Zeichen gegen die «Deutschtümelei» während der Fußballeuropameisterschaft vor einem Jahr setzen wollen, sagte Hagen vor Gericht. Eine Missachtung des Staatswappens oder des Grundgesetzes habe ihm ferngelegen.
Das Bild hatte Hagen auf seiner Profilseite im studentischen Inernetportal StudiVZ eingestellt. Am 20. Juni war es von einem Abgeordneten der Schweriner CDU-Landtagsfraktion entdeckt und öffentlich gemacht worden. Zeitgleich gingen zwei Strafanzeigen gegen Hagen ein. Die Staatsanwaltschaft hatte den Studenten zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilen wollen. Vor dem Amtsgericht, das die Eröffnung eines Verfahrens wegen Geringfügigkeit zunächst abgelehnt hatte, einigten sich die Parteien auf eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung von 200 Euro.
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