Sellering verteidigt schnelles Handeln des Landes in Werftenkrise
Schwerin (ddp-nrd). Vor dem Hintergrund der Krise der Wadan-Werften und der Zulieferindustrie hat Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) das Vorgehen seiner Regierung verteidigt. Das Land habe schnell gehandelt und den Wadan Werften staatliche Hilfen von insgesamt 200 Millionen Euro gewährt, sagte Sellering am Mittwoch in einer von der CDU-Fraktion beantragten Aktuellen Stunde des Landtags. Die Landesregierung habe jedoch keine Einflussnahme auf den Verkauf der Werften an einen russischen Eigner gehabt, betonte der Regierungschef weiter.
Die Eigner seien ihrer Verantwortung nicht nachgekommen, nun müsse alles getan werden, um einen «vertrauenswürdigen Investor mit tragfähigem Konzept» zu finden. Darum bemühe sich die Landesregierung derzeit mit dem Insolvenzverwalter, sagte Sellering. Zudem sei es wichtig, die Arbeit auf den Werften durchzuführen, um die Aufträge fristgerecht abzuarbeiten.
Linke-Fraktionschef Helmut Holter dagegen warf der Landesregierung fehlende Strategien zur Rettung der insolventen Wadan-Werften vor. Sie habe in der sich zuspitzenden Werftenkrise von Anfang an zu zögerlich gehandelt. Seit 1990 seien Milliarden an staatlichen Hilfen in den Schiffsbau geflossen, daraus sei auch eine Verantwortung des Bundes und der Landespolitik gewachsen. Dieser komme die Landesregierung derzeit nicht nach. Zudem kritisierte er, dass die Regierungskoalition aus CDU und SPD bislang nichts getan habe, um den Zulieferbetrieben zu helfen. Hier seien beispielsweise Landesdarlehen denkbar, sagte Holter.
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