Robbenforschungszentrum in Rostock eröffnet
Warnemünde (ddp-nrd). Ein Robbenforschungszentrum ist am Donnerstag feierlich in Rostock-Warnemünde eröffnet worden. Mit neun Seehunden, die sich in einem abgeschlossenen Revier am Rande des Jachthafens tummeln, sei das Marine Science Center die größte Robbenforschungsstation in Europa, teilte die Rostocker Universität als Betreiberin der Anlage mit.
Die Wissenschaftler untersuchen in Langzeitstudien die Sinneswahrnehmung und die Unterwasserorientierung der Seehunde. Ihr Interesse gilt vor allem den bis zu 40 Zentimeter langen Barthaaren, den sogenannten Vibrissen, die den Tieren als hochsensibles Messsystem dienen.
Das Robbenforschungszentrum ist über eine Professur am Institut für Biowissenschaften der Universität angesiedelt. Biologieprofessor Guido Dehnhardt hatte sich für den Umzug der Tiere vom Kölner Zoo an die Ostsee eingesetzt, um die Robben in heimischer Umgebung beobachten zu können. Im Gegensatz zur räumlichen Enge im Tierpark sind damit auch Versuche im freien Meer möglich.
(folgt Nachrichtenfeature bis 14.00 Uhr)
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