Hauttumorzentrum entsteht in Greifswald
Greifswald (ddp-nrd). Am Uniklinikum Greifswald wird eines der bundesweit ersten fünf Hauttumorzentren eingerichtet. Den Patienten stünden damit unter einem Dach alle diagnostischen und therapeutischen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, teilte die Universität am Montag mit. An dem interdisziplinären Zentrum beteiligt sind mehrere Kliniken, niedergelassene Ärzte und psychologische Beratungsstellen. Weitere derartige Einrichtungen entstehen in Erfurt, Heidelberg, Münster-Hornheide und Leipzig. Sie werden von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Dermatologischen Gesellschaft gefördert.
Ärzte verschiedener Fachrichtungen stimmen in einer sogenannten Tumorkonferenz die Behandlungspläne für Patienten ab. Auf Wunsch wird der Kontakt zu Psychologen oder Selbsthilfegruppen vermittelt. Die Patienten haben zudem Zugang zu klinischen Studien, an denen sie teilnehmen können.
An der Greifswalder Hautklinik werden jährlich mehr als 500 Menschen mit verschiedenen Formen von Hautkrebs behandelt. Pro Jahr erkranken daran in Deutschland rund 140 000 Menschen, am bösartigen «schwarzen Hautkrebs» sterben jährlich 2500 Menschen.
In Greifswald gibt es bereits seit 2004 das Interdisziplinäre Brustzentrum und seit Februar ein Darmkrebszentrum.
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