Küstenschutz setzt auf Sandaufspülungen und Deichsanierung
Rostock (ddp-nrd). Zum Schutz der Küstenbereiche setzt Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Jahren vor allem auf Sandaufspülungen und Erneuerungen bestehender Deiche. Noch seien nicht alle gefährdeten Ortschaften an der Küste zuverlässig gesichert, teilten das Staatliche Amt für Umwelt und Natur und das Schweriner Umweltministerium am Freitag mit. Vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels seien zunehmende Anstrengungen erforderlich. Schätzungen zufolge steigen die Kosten für Sanierung und Neubau von Deichen an der Außenküste wie auch an Haff- und Boddengewässern in den kommenden Jahren um das Dreifache der bisherigen Aufwendungen.
2009 und 2010 stehen für den Küstenschutz nach Angaben des Ministeriums jeweils 18,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Großteil fließt in Aufspülungen von Dünen und Stränden. In den kommenden Jahren werden dafür rund drei Millionen Kubikmeter Sand benötigt. Seit 1991 wurden bereits rund 14 Millionen Kubikmeter Sand aufgespült, außerdem wurden 800 Buhnen und 30 Kilometer Deiche gebaut. Dafür flossen rund 260 Millionen Euro, die zu 70 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent vom Land bereitgestellt wurden.
Einen Überblick zum Sturmflutschutz gibt das neue Regelwerk Küstenschutz Mecklenburg-Vorpommern. Es führt den 1995 verfassten Generalplan Küstenschutz fort. Zu beziehen ist die Broschüre über die Staatlichen Umweltämter.
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