100 000 Jungfische sollen Population der Aale in Elbe stabilisieren

Oldenburg (ddp-nrd). 100 000 Jungaale sind am Dienstag in die Elbe gesetzt worden. Ziel der Aktion sei es, den dramatischen Rückgang des Bestandes in europäischen Gewässern zu stabilisieren, teilte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg mit. Die Aktion sei bereits die vierte ihrer Art in Niedersachsen. Ähnliche Aktionen fanden auch in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern statt.

An rund 100 Stationen entlang der Elbe und Nebengewässern seien die zwischen fünf und zehn Gramm schweren Jungfische von Mitgliedern der Gemeinschaftsinitiative Elbfischerei in den Fluss gesetzt worden. Die Fische waren zuvor im Atlantik vor Nordamerika in der Sargassosee als Weidenblattlarven aus Eiern geschlüpft und mit dem Golfstrom ostwärts gedriftet. Als Glasaale seien sie dann Fischern ins Netz gegangen, die sie zu Aalfarmen brachten. Dort seien die Jungfische drei bis sechs Monate gepflegt worden, bis sie für die Elbe kräftig genug waren.

Die Elbe bietet dem Aal den Angaben zufolge mit den Neben- und Auengewässern sowie den guten Röhricht- und Wurzelstrukturen ideale Lebensbedingungen. Zudem gebe es in dem Fluss wenige Hindernisse, die die Fische auf ihrer Wanderung bewältigen müssten.

Nach acht bis zehn Jahren, wenn die Fische zu großen Blankaalen herangewachsen sind, sollen sie dann in die Sargassosee zurückkehren, um dort zu laichen und den Fortbestand der Art zu sichern.

Für den europaweiten Rückgang der Aale machen Experten unter anderem die Klimaveränderung, den Export nach Asien, natürliche Feinde sowie auch Krankheiten verantwortlich.

Ebenfalls Lesenswert:

Kommentar schreiben

Donnerstag, 09. Feber 2012

Reservierungsanfrage Ostsee Ferienwohnung