Annalise-Wagner-Preis geht an Niederdeutsch-Forscher Hückstädt

Neubrandenburg (ddp-nrd). Der Annalise-Wagner-Preis wird in diesem Jahr an den langjährigen Leiter des Fritz-Reuter-Literaturmuseums in Stavenhagen, Arnold Hückstädt, verliehen. Die Stiftung würdigt damit seine Arbeit als Kommentator der ersten vollständigen Ausgabe von Briefen des Autoren Fritz Reuter (1810-1874), wie eine Sprecherin der Stiftung am Dienstag in Neubrandenburg sagte.

Der Literaturwissenschaftler Hückstädt, der zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten über den Niederdeutsch-Autoren Reuter veröffentlichte, trug nach Angaben der Stiftung in mehr als zwei Jahrzehnten dessen Briefe aus öffentlichen und privaten Archiven zusammen. Mit seinen Kommentaren erschließe sich nun dem Leser «ganz subtil» ein lebendiges Bild des Menschen Reuter, seines sozialen Umfeldes, der politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen seines Lebens und seiner literarischen Leistungen, urteilte die Jury.

In der dreibändigen Ausgabe werden 1027 Reuter-Briefe aus den Jahren 1827 bis 1874 veröffentlicht und kommentiert. Band eins erschien im März im Rostocker Hinstorff-Verlag. Band zwei und drei liegen als Manuskripte vor.

Der mit 2500 Euro dotierte Preis wird jährlich für besondere literarische Texte aus der oder über die Region Mecklenburg-Strelitz verliehen. Die öffentliche Ehrung findet in diesem Jahr am 26. Juni in Neubrandenburg statt.

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