Krankenstand im Nordosten erneut gestiegen
Schwerin (ddp-nrd). In Mecklenburg-Vorpommern haben sich die Beschäftigten 2008 häufiger krankgemeldet als im Vorjahr. Das ergab der Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK), der am Dienstag in Schwerin vorgestellt wurde. Der Krankenstand stieg im zweiten Jahr in Folge auf 3,9 Prozent im Vergleich zu 3,8 Prozent im Jahr 2007.
Die Quote im Nordosten liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 3,3 Prozent. Je 100 Mitglieder zählte die DAK in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 133 Erkrankungsfälle (bundesweit 110) mit jeweils durchschnittlich 10,7 Fehltagen. Im Bundesdurchschnitt waren es 10,9 Tage. Insgesamt wurden für den Report 82 300 Krankschreibungen von erwerbstätigen DAK-Mitgliedern untersucht.
Überdurchschnittlich gestiegen ist in Mecklenburg-Vorpommern den Angaben zufolge die Zahl der Fehltage aufgrund von psychischen Erkrankungen mit einem Plus von zwölf Prozent. Mit 39 Prozent mehr Fehltagen als im Bund traten laut Studie Erkrankungen des Verdauungssystems deutlich häufiger auf. Auch Kreislauferkrankungen verursachten 33 Prozent mehr Ausfalltage als im Bundesdurchschnitt.
Die Branchen mit den niedrigsten Krankenständen waren 2008 das Baugewerbe, die Land- und Forstwirtschaft sowie der Handel mit jeweils 3,5 Prozent. Den höchsten Krankenstand wies laut Gesundheitsreport das Gesundheitswesen mit 4,1 Prozent auf. An zweiter Stelle folgte die Öffentliche Verwaltung mit vier Prozent.
Wie aus dem Report weiter hervorgeht, nehmen viele Mecklenburger und Vorpommern leistungssteigernde Mittel im Job. Bei einer repräsentativen Umfrage gaben 150 von 3000 Befragten an, als medizinisch Gesunder schon einmal entsprechende Medikamente genommen zu haben. Hochgerechnet auf alle Erwerbstätigen seien dies rund 37 000.
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