Forscher testen Schilf als Heizbrennstoff
Greifswald (ddp-nrd). Schilf aus Niedermooren eignet sich nach Untersuchungen von Greifswalder Forschern als Heizbrennstoff für dezentrale Energieversorgungsanlagen. In speziellen Verbrennungssystemen könnten die Halme, herkömmlichen Holzhackschnitzeln beigemischt, oder auch als Monobrennstoff genutzt werden, sagte Wendelin Wichtmann vom Institut für dauerhaft umweltgerechte Entwicklung von Naturräumen der Erde (DUENE) am Montag auf einer Fachkonferenz in Greifswald.
Das Forscherteam hatte zwei Jahre lang Anbau, Ernte und Verbrennung von Schilf in geeigneten Niedermooren getestet. Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit rund 400 000 Euro gefördert.
Nach Angaben der Wissenschaftler eignet sich Schilf wegen seiner geringeren Abgas- und Schlackebildung zum Beispiel besser als Stroh für die dezentrale Energiegewinnung. Die dabei in Kleinkraftwerken entstehende Wärme könnte unter anderem von Schweinezuchtbetrieben oder Aquakultur-Unternehmen genutzt werden. Schätzungen zufolge könnten allein in norddeutschen Mooren jährlich bis zu zwei Millionen Tonnen gewonnen werden.
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