Anklage wegen «Nixe von Boltenhagen» erhoben

Schwerin (ddp-nrd). Drei Jahre nach dem Streit um die Vermarktung der sogenannten Nixe von Boltenhagen hat die Schweriner Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Grevesmühlen Anklage erhoben. Sie wirft der Inhaberin der Firma «Nymphenworld» aus dem südpfälzischen Wörth und dem Verkaufsmanager das Vortäuschen einer Straftat vor, wie ein Behördensprecher am Dienstag in Schwerin sagte. Der Angeschuldigte solle Ende Februar 2006 bei der Polizei in Grevesmühlen, die Frau Anfang März 2006 beim Landeskriminalamt den Diebstahl der auf dem Strand von Boltenhagen postierten Bronzestatue angezeigt haben, obwohl sie selbst für die Entfernung der Skulptur gesorgt und die Figur am im April 2007 am Strand von Travemünde (Schleswig-Holstein) aufgestellt haben sollen.

Die lebensgroße Bronzestatue war Anfang 2005 überraschend von damals Unbekannten am Ostseestrand in Boltenhagen aufgestellt worden. Wenige Monate später beanspruchte die Firma «Nymphenworld» die Vermarktungsrechte an der Skulptur, die mittlerweile zum Markenzeichen des Ostseebades geworden war. Die Folge war ein Streit mit den Gewerbetreibenden des Ortes. Ende Februar 2006 war die Figur plötzlich wieder verschwunden.

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Donnerstag, 02. September 2010

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