Brauerei schickt Ehrenpreis an Ministerin Aigner zurück

Stralsund (ddp-nrd). Nur zwei Wochen nach der Vergabe eines Bundesehrenpreises durch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) an die Brauerei Stralsund hat das Traditionsunternehmen am Mittwoch die Auszeichnung an die Ministerin wieder zurückgeschickt. Damit protestiere man gegen die Genehmigung des Freilandversuchs mit gentechnisch veränderter Gerste in der Gemeinde Thulendorf bei Rostock, sagte Geschäftsführer Markus Berberich der Nachrichtenagentur ddp.

Die bereits ab Donnerstag mögliche Aussaat der gentechnisch veränderten Gerste sei ein Schlag gegen Mensch und Umwelt und stehe im krassen Widerspruch zu dem von der Ministerin gepriesenen Reinheitsgebot als höchstem Gut deutscher Braukultur, kritisierte Berberich. Er fügte hinzu: «Die von Aigner überreichte höchste Auszeichnung für eine deutsche Brauerei ist für uns nichts mehr wert.»

Die wegen ihrer innovativen Biobier-Produktion mehrfach geehrte Brauerei hatte bereits im Februar in einem Brief an den Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident, Erwin Sellering (SPD), vor den Gefahren dieses Versuchs gewarnt. Insgesamt hätten dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit etwa 1400 Einwendungen gegen das von der Universität Gießen vorangetriebene Projekt in Mecklenburg-Vorpommern vorgelegen, sagte Berberich.

Ebenfalls Lesenswert:

Kommentar schreiben

Donnerstag, 02. September 2010

Reservierungsanfrage Ostsee Ferienwohnung