260 Millionen Euro in Küstenschutz im Nordosten investiert
Poel (ddp-nrd). In Mecklenburg-Vorpommern sind seit 1991 rund 260 Millionen Euro in Maßnahmen zum Küstenschutz investiert worden. Mit den Mitteln wurden 14 Millionen Kubikmeter Sand aufgespült, 800 Buhnen und 30 Kilometer Deiche gebaut, wie Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Mittwoch auf der Insel Poel sagte. Die Gelder wurden den Angaben zufolge zu 70 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent vom Land bereitgestellt.
Die Sicherung gegen die von der Ostsee ausgehenden Gefahren erfordere kontinuierliche Arbeit, sagte Backhaus. Bis 2014 sollen deshalb unter anderem Deiche und Ufermauern zum Schutz gefährdeter Ortschaften der Bodden- und Haffküsten gebaut werden. Zudem sind weitere Aufspülungen in Küstenbereichen mit insgesamt drei Millionen Kubikmetern Sand geplant. In Greifswald soll ein Sperrwerk eingerichtet werden, das bei Sturmflut durch Absperren des Ryk ein Überfluten der Innenstadt verhindert.
Oftmals sei die künstliche Aufspülung von Sand die einzige Methode, um die natürlich zurückgehenden Küsten langfristig zu stabilisieren, sagte der Minister. Er verwies auf den Küstenabschnitt «Am Schwarzen Busch» auf der Insel Poel, wo in den vergangenen Jahren in konstante Sandaufschüttungen fast drei Millionen Euro investiert wurden.
Der Klimawandel wird aus Sicht von Backhaus vermutlich weitere Maßnahmen erforderlich machen. Daher sei er erfreut darüber, dass der Bund betroffenen Ländern für den Küstenschutz bis 2025 zusätzliche Mittel in Höhe von 543 Millionen Euro zur Verfügung stelle. Im Nordosten könnten so weitere vier Millionen Euro pro Jahr in Sicherungsmaßnahmen investiert werden, sagte Backhaus.
2009 und 2010 stehen für den Küstenschutz nach Angaben des Umweltministeriums jeweils 18,5 Millionen Euro zur Verfügung.
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