Schweriner Petermännchen wird offizielle deutsche Märchenfigur
Schwerin (ddp-nrd). Das Schweriner Schlossgespenst Petermännchen wird offizielle deutsche Märchenfigur. Mit der Aufnahme in die Gilde deutscher Märchen-, Sagen- und Symbolfiguren erhalte der kleine Kobold seinen verdienten Platz neben berühmten Protagonisten wie Dornröschen oder Rapunzel, teilte die Petermännchen Kulturfördergesellschaft am Mittwoch in Schwerin mit. Die offizielle Aufnahme des Petermännchens werde am Wochenende beim dritten bundesweiten Treffen der Märchen- und Sagenfiguren im hessischen Hofgeismar bei Kassel erfolgen.
Das Petermännchen ist der Sage nach ein Kobold, der im Schweriner Schloss haust. Das kleine, gutmütige Männchen mit düsterem Blick ist ein Bewacher des Schlosses, der früheren Schlossherren mit unzerstörbarer Treue diente, die Guten belohnte und die Bösen bestrafte, aber auch allerlei Schabernack trieb.
Der erste urkundliche Hinweis auf das Petermännchen stammt aus dem Jahr 1747. In einem Protokoll ist das Zusammentreffen eines Kammerdieners mit dem Kobold im Schloss dokumentiert. Volkskundler haben allerdings zahlreiche Sagen zusammengetragen, aus denen hervorgeht, dass die Figur auf ein wendisches Heiligtum auf der Schweriner Schlossinsel in grauer Vorzeit zurückgeht.
Ebenfalls Lesenswert:
- Petermännchenfigur soll an Kindertagesstätte gehen
- Holzskulpturen säumen Märchen- und Sagenstraße
- Ausstellung mit Märchen- und Sagenfiguren in Schwerin eröffnet
- Schweriner Schloss will bis 2012 Weltkulturerbe-Bewerbung vorlegen (mit Datenblatt)
- Student schießt schönstes Schlösserfoto (Mit Bild)
