Anbau-Start von Genkartoffel auf Dienstag verschoben
Bütow (ddp-nrd). Der Anbau-Start für die umstrittene Genkartoffelsorte Amflora in Mecklenburg-Vorpommern ist auf Dienstag verschoben worden. Auf einer Versuchsfläche von 20 Hektar in Bütow im Müritzkreis dürfe die Kartoffel ausgebracht werden, sagte Dezernatsleiter Günther Erbe vom Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei, das die Arbeiten kontrollieren wird, am Montag in Rostock. Bei guter Witterung sollen die Auspflanzarbeiten am Freitag abgeschlossen sein.
Auftraggeber für den Anbauversuch, der ursprünglich bereits am Montag starten sollte, ist der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF. In dem Unternehmen war die schriftliche Genehmigung für den Anbau erst am vergangenen Donnerstag eingegangen. Dies sei zu spät gewesen, um wie vorgesehen am Montag mit dem Auspflanzen beginnen zu können, sagte der Eigentümer des Gutes Bütow, Karl-Heinrich Niehoff. Die Kontrollbehörde des Landes überwache unter anderem, ob jene Felder bestellt werden, die im Antragsverfahren genannt wurden, und ob sie umzäunt sind.
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hatte den Anbau der Kartoffelsorte zu Forschungszwecken erst vor knapp einer Woche genehmigt. Amflora-Kartoffeln sind für Menschen nicht genießbar, sondern können wegen ihrer besonderen Stärkezusammensetzung zu industriellen Zwecken, wie der Herstellung von Papier, genutzt werden. BASF hatte die geplante Anbaufläche angesichts zahlreicher Proteste noch einmal deutlich nach unten korrigiert. Ursprünglich waren 150 Hektar vorgesehen.
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