Rauchende Pokerrunde beschäftigt Rostocker Amtsgericht
Rostock (ddp-nrd). In Mecklenburg-Vorpommern verhandelt erstmals ein Gericht wegen Verstoßes gegen das Nichtraucherschutzgesetz. Im November vergangenen Jahres soll ein Gastwirt aus der Region Rostock Raucher einer Pokerrunde nicht vom übrigen Gästebereich getrennt haben, wie das Amtsgericht Rostock am Donnerstag mitteilte. Dadurch sei Tabakqualm auch in Räumlichkeiten gedrungen, die als rauchfrei ausgezeichnet waren. Das Ordnungsamt hatte den Verstoß mit einer Geldbuße von 300 Euro geahndet, wogegen der Gastwirt Beschwerde einlegte. Die Verhandlung findet den Angaben zufolge am 14. Mai statt.
Nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbandes des Landes sind sowohl die verhängte Geldbuße als auch die Auseinandersetzung vor Gericht einmalig im Land. Unternehmer und Ordnungsämter hätten bislang immer nach Lösungen gesucht und sie auch gefunden, sagte Verbandssprecher Uwe Barsewitz am Donnerstag auf Anfrage. «Es wurden höchstens Geldbußen angedroht», sagte Barsewitz. Da, wo Unternehmer aber auf die Hinweise der Kontrolleure reagierten, würden Ordnungsämter niemanden «hartnäckig bestrafen», das scheine in diesem Fall erstmals anders zu sein.
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