Land sieht sich mit Pandemieplan gut für Schweinegrippe gerüstet (Mit Infokasten)
Rostock/Schwerin (ddp-nrd). Mecklenburg-Vorpommern hat nach Ansicht des Landesamtes für Gesundheit und Soziales alle Vorkehrungen zur Bekämpfung der für den Menschen gefährlichen Schweinegrippe getroffen. Ärzte, Gesundheitsämter und Krankenhäuser seien informiert, welche Schritte beim Auftreten der Krankheit zu unternehmen seien, sagte Martina Littmann, Abteilungsleiterin Gesundheit im Landesamt, am Montag.
Das Land habe neben einem Pandemieplan auch ein gut funktionierendes Netzwerk aller Beteiligten, das sich bereits bei der Vogelgrippe bewährt habe. «Man kennt sich und die Zusammenarbeit klappt», sagte Littmann.
Das Land habe keine großen Flughäfen, deshalb seien zunächst keine zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen nötig. Reisende aus dem Risikogebiet Mexiko würden zudem bereits im Flugzeug gebrieft, wohin sie sich beim Verdacht, sich selbst infiziert zu haben, wenden müssten. «Wir müssen Vorsicht walten lassen, Panik aber ist nicht angebracht», betonte Littmann.
Das Landwirtschaftsministerium hat indessen Schweinehaltern angeraten, verstärkt auf Hygiene in den Beständen zu achten. Etwa die Hälfte aller Schweine infizierten sich im Laufe ihres Lebens mit Influenzaviren, in der Regel gebe es aber keine schweren Krankheitsverläufe. Die Schweinegrippe sei zwar nicht meldepflichtig, beim Auftreten von Symptomen wie Husten, Niesen oder Bindehautentzündungen in den Beständen sollte aber ein Tierarzt verständigt werden.
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