Rostock erinnert an Kempowski
Rostock (ddp-nrd). Zum 80. Geburtstag von Walter Kempowski erinnert Rostock an den vor zwei Jahren verstorbenen Schriftsteller und Ehrenbürger der Stadt. In einer Veranstaltungsreihe von Ende April bis Juni stehen Lesungen aus Werken Kempowskis, Symposien und Ausstellungen auf dem Programm, wie die Stadtverwaltung am Freitag ankündigte. Höhepunkt der Gedenkveranstaltungen ist die Benennung eines Uferabschnittes im Rostocker Stadthafen in «Kempowski-Ufer» am 29. April, dem Geburtstag des Autoren. Dazu wird auch die Witwe Hildegard Kempowski erwartet.
Am Abend des Geburtstages liest Schauspielerin und Kempowski-Fan Annett Renneberg («Commissario Brunetti») aus den Tagebüchern des Schriftstellers im Festsaal des Rathauses. Ab 30. April veranstalten Uni und Kempowski Archiv Rostock ein dreitägiges Symposium «Walter Kempowski. Bürgerliche Repräsentanz - Erinnerungskultur - Gegenwartsbewältigung», zu dem Kempowski-Forscher aus dem In- und Ausland erwartet werden.
Die Akademie der Künste zeigt ab 15. Mai Teile der 2007 eröffneten Ausstellung «Kempowskis Lebensläufe» in Rostock. 700 Fotos und 200 weitere Dokumente sind zu sehen. Kempowskis Textcollage zum 1. Januar 1943 aus dem «Echolot» - gelesen von 75 Akademie-Mitgliedern - wird ebenfalls zu erleben sein. Zu weiteren Lesungen werden unter anderem die Autoren Benjamin von Stuckrad-Barre und Max Goldt in Rostock erwartet.
Kempowski wurde am 29. April 1929 als Sohn eines Reeders in Rostock geboren, er starb am 5. Oktober 2007 im niedersächsischen Rotenburg (Wümme). Zu seinen größten Werken gehören das «Echolot» und die «Deutsche Chronik».
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