Studie: Wirtschaftlicher Nachholbedarf in Mecklenburg-Vorpommern
Köln (ddp-nrd). Mecklenburg-Vorpommern Städte und Kreise haben laut einer Studie der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) einen deutlichen wirtschaftlichen Nachholbedarf. In dem bundesweiten Regionalvergleich zum Wirtschafts- und Wohlstandsniveau von 409 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten belegen sie die hinteren Ränge, wie die INSM am Donnerstag in Köln mitteilte.
Am besten schnitt der Landkreis Bad Doberan als Landessieger mit Platz 309 ab. Es folgen die Kreise Ludwigslust (329), Nordwestmecklenburg (341) und Greifswald (362). Am Ende des Landes- und Bundesvergleichs liegen die Kreise Demmin (408) und Uecker-Randow (409).
Wegen des vergleichsweise schwachen Exportanteils der Industrie sind die Regionen im Nordosten laut Studie voraussichtlich relativ gering von der Weltwirtschaftskrise berührt. Danach gelten fast 89 Prozent der Städte und Kreise als sehr schwach und elf Prozent als eher schwach betroffen.
In der Studie wurde laut Initiative das Wirtschafts- und Wohlstandsniveau mit 39 ökonomischen und strukturellen Indikatoren ausgewertet. Dazu gehören Wohlstand, Arbeitsmarkt, Struktur und Standort. Bundesweiter Sieger wurde der Landkreis München. Unter den Top 25 des Regionalrankings finden sich 15 Kreise und kreisfreie Städte aus Bayern, 8 aus Baden-Württemberg und 2 aus Hessen. Die meisten Topregionen liegen laut Studie in der Nähe zu den prosperierenden Städten wie München, Stuttgart und Frankfurt am Main. Die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen wurden in der Erhebung nicht berücksichtigt.
Die neuen Bundesländer liegen auch 20 Jahre nach dem Mauerfall noch weit hinter dem Westen. Unter den letzten 25 im bundesweiten Vergleich befinden sich 24 Kreise und kreisfreie Städte aus den neuen Bundesländern und nur Gelsenkirchen als Stadt aus dem Westen Deutschlands. Auch der Bestplatzierte in Ostdeutschland, die kreisfreie Stadt Jena, erreicht im Bundesvergleich lediglich Rang 243.
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