Zeitung: Bundeswehr gab fast 600 000 Euro für Bombodromstreit aus

Berlin (ddp-nrd). Die Bundesregierung hat zur Durchsetzung ihres geplanten Luft-Boden-Schießplatzes in der Kyritz-Ruppiner Heide schon weit mehr als eine halbe Million Euro ausgegeben. Die «Berliner Zeitung» (Donnerstagausgabe) berichtete vorab, die Kosten für Gerichte, Anwälte und Gutachten lägen bei genau 572 741,89 Euro. Um die Auflistung habe die Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch (Linke) nach dem jüngsten Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zum sogenannten Bombodrom gebeten.

Das Gericht hatte Ende März der Bundeswehr die Nutzung des umstrittenen 122 Quadratkilometer großen Areals in der Kyritz-Ruppiner Heide als Übungsplatz für Tiefflieger untersagt. Die Ausgaben für dieses Verfahren sind dem Blatt zufolge vom Verteidigungsministerium noch nicht erfasst worden.

Die Zeitung schrieb, seit dem Beginn der juristischen Auseinandersetzung Mitte der 90er Jahre bis Ende 2008 seien allein für Anwaltshonorare fast 412 000 Euro fällig geworden. Die Kosten für Gutachten beziffere das Ministerium auf rund 125 000 Euro, Gerichtskosten schlügen mit 36 000 Euro zu Buche.

Die Bombodrom-Gegner hätten nach einer Schätzung des Sprechers der Bürgerinitiative «Freie Heide», Benedikt Schirge, bislang etwa 200 000 bis 300 000 Euro für die insgesamt etwa 25 Gerichtsverfahren eingesetzt, schrieb das Blatt. Das Geld sei von den betroffenen Gemeinden sowie durch Spenden aufgebracht worden.

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Donnerstag, 17. Mai 2012

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