Backhaus begrüßt Genmais-Verbot
Schwerin (ddp-nrd). Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) begrüßt das von Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) bundesweit verfügte Verbot des Anbaus der Genmaissorte MON 810. Er gehe davon aus, dass die Ministerin ausreichend Belege dafür habe, dass vom Anbau dieser gentechnisch veränderten Pflanze tatsächlich Gefahren für die Gesundheit von Menschen und Tieren sowie die Umwelt ausgingen, sagte Backhaus am Dienstag in Schwerin. Sollte diese Entscheidung aber nicht ausreichend begründet sein, begebe sich Aigner auf «ganz dünnes Eis», fügte der Ressortchef hinzu. Ein Rechtsstreit sei dann absehbar, denn bisher habe Deutschland das Zulassungsverfahren akzeptiert.
Eine Entscheidung über die Zukunft der grünen Gentechnik dürfe nicht auf der Grundlage von Meinungsumfragen oder aus wahltaktischen Erwägungen erfolgen, betonte Backhaus. Damit tue man weder den Befürwortern noch den Gegnern einen Gefallen. Nur wissenschaftlich begründete Aussagen sollten dafür ausschlaggebend sein.
In Mecklenburg-Vorpommern wurde Backhaus’ Angaben zufolge im vergangenen Jahr MON 810 auf 745 Hektar angebaut. Für dieses Jahr war der Anbau auf 792 Hektar geplant.
Aigner hatte zuvor das Verbot des Ausbringens dieser Maissorte verkündet. Sie begründete ihre Entscheidung damit, «dass es berechtigten Grund zu der Annahme gibt, dass der genetisch veränderte Mais der Linie MON 810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt».
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