Ostermärsche in norddeutschen Städten

Hannover (ddp-nrd). Auf Ostermärschen haben am Samstag in mehreren norddeutschen Städten einige Hundert Menschen für Frieden und Abrüstung demonstriert. Aktionen, zu denen Friedensgruppen aufgerufen hatten, gab es in Hannover, Bremen, Bremerhaven, Braunschweig, Oldenburg, Kiel und Rostock. Themen der diesjährigen Veranstaltungen waren der Nahostkonflikt, die atomare Abrüstung, der Krieg in Afghanistan sowie die NATO. Die Veranstaltungen verliefen nach Polizeiangaben friedlich. Die Zahl der Teilnehmer bewegte sich den Angaben zufolge zwischen einem Dutzend in Rostock und 200 in Kiel.

In Braunschweig beteiligten sich nach Polizeiangaben 50 Menschen an einer Fahrraddemo unter dem Motto «Kein Frieden mit der NATO». Die Veranstaltung in Oldenburg, an der 80 Menschen teilnahmen, stand unter dem Motto «Friedenspolitik statt Krieg». In Bremen forderten rund 150 Teilnehmer einen Rückzug der deutschen Truppen aus Afghanistan und die Entfernung aller Atomwaffen aus Deutschland.

Die Ostermarsch-Bewegung entstand vor 50 Jahren in Großbritannien, die erste Demonstration führte am 7. April 1958 von London zur Atomforschungsanlage Aldermaston. In der Bundesrepublik gab es 1960 den ersten Ostermarsch. Einige Hundert Demonstranten protestierten damals gegen den Truppenübungsplatz Bergen-Hohne in Niedersachsen.

In Hamburg findet am Montag ein Ostermarsch statt. Am selben Tag gibt es im Eichsfeld bei Göttingen auch den einzigen «west-östlichen» Ostermarsch. Die Teilnehmer starten zeitgleich im niedersächsischen Duderstadt und im thüringischen Wehnde und wollen sich zu einer Kundgebung an der früheren deutsch-deutschen Grenze treffen.

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Dienstag, 07. Feber 2012

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