Jüdischer Friedhof Stralsund nach Sanierung wieder eingeweiht
Stralsund (ddp-nrd). Nach achtjähriger Sanierung ist am Mittwoch der Jüdische Friedhof in Stralsund wieder eingeweiht worden. Die Gesamtkosten in Höhe von rund 51 200 Euro seien vom Land und der Stadt übernommen worden, teilte die Stadtverwaltung mit.
Unter anderem wurden seit 2001 Grabmale gereinigt und neu geschliffen, Inschriften und die Friedhofsmauer erneuert sowie ein zweiflügeliges Tor installiert. Darüber hinaus wurde im November vergangenen Jahres ein zentraler Platz mit einem Gedenkstein angelegt.
In Stralsund war vor genau 250 Jahren die erste Jüdische Gemeinde entstanden. Ihre 1787 eingeweihte Synagoge wurde 1938 in der Reichspogromnacht zerstört. Kurz darauf waren 30 der einst mindestens 160 Gemeindemitglieder in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert worden. Ihr anschließend weitgehend verwahrloster Friedhof wurde 1955 zur Gedenkstätte erklärt.
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