Caffier begrüßt Verbot des rechtsextremen Jugendvereins HDJ

Berlin/Schwerin (ddp-nrd). Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat das am Dienstag erlassene Verbot der rechtsextremistischen Jugendorganisation «Heimattreue Deutsche Jugend» (HDJ) begrüßt. Allen Angriffen auf die demokratische Grundordnung müsse entschieden entgegengetreten werden, vor allem wenn Kinder und Jugendliche über Freizeitaktivitäten wie Ferienlager oder Grillfeste an rechtsextremistisches Gedankengut herangeführt werden sollen, sagte Caffier in Schwerin.

Das Verbot war von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) erlassen und die Verfügung dem Verein am Morgen zugestellt worden. Seitdem liefen in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen Durchsuchungsaktionen gegen führende Mitglieder der HDJ.

Caffier erinnerte in diesem Zusammenhang an die Auflösung eines Zeltlagers der HDJ durch die Landespolizei im August vergangenen Jahres in der Nähe von Hohen Sprenz. In Mecklenburg-Vorpommern wurden damals insgesamt 14 Objekte durchsucht, die Mitgliedern oder Personen aus dem unmittelbaren Umfeld der HDJ zuzuordnen waren.

Die HDJ wurde den Angaben zufolge 1990 gegründet und gilt als besonders radikal innerhalb der Neonazi-Szene. Laut Verfassungsschutz gehörten der Organisation mehrere Hundert Mitglieder an, von denen einige mit militanten Kameradschaften der rechtsextremen NPD verbunden sind.

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Donnerstag, 17. Mai 2012

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